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Mit einer stark umstrittenen Tagesordnung für eine weitere Liberalisierungsrunde für den Welthandel beginnt heute die WTO-Ministerkonferenz in Seattle, im Nordwesten der USA. Europäische Beobachter können in den Abendstunden erste aktuelle Nachrichten aus Seattle erwarten. Bislang konnten sich die Handelsdiplomaten der 135 WTO-Mitgliedsstaaten noch nicht einmal auf den Namen der neuen Verhandlungsrunde verständigen. Erhofft wird eine Einigung über die Agenda für Welthandelsgespräche, die dann am Sitz der WTO in Genf geführt werden. Zuvor müssen erhebliche agrarpolitische Differenzen beigelegt werden. Während die EU, Japan, Südkorea, die Schweiz und Norwegen ihre Landwirtschaft weiterhin schützen wollen, plädieren die USA und bedeutende Agrarexportländer außerhalb Europas für den sofortigen Abbau aller Exportsubventionen. Zum Auftakt der WTO-Verhandlungen in Seattle soll bis zum Wochenende wenigstens eine Vereinbarung über Zollzugeständnisse für die ärmsten Länder der Welt erreicht werden. (vH)
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