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Die wiederholte Zerstörung von Feldern mit gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzen sei inakzeptabel und strafbar, kritisiert Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Gerade die Kritiker der Grünen Gentechnik bemängelten, die Sicherheit von GV-Pflanzen und Lebensmitteln sei nicht ausreichend erforscht. Dafür seien Anbauversuche aber unentbehrlich. Die Bedingungen für die Genehmigung von Freisetzungsversuchen seien auf europäischer wie nationaler Ebene genau formuliert, weil Sicherheit oberste Priorität habe, so Seehofer.

Am vergangenen Montag wurde erst wieder ein GV-Weizenfeld in Gatersleben zerstört. Bei dem Versuch des Leibniz-Instituts (IPK) sollten verschiedene Konzepte überprüft werden, den Eiweißgehalt in Weizenkörnern zu erhöhen und so die Futterqualität zu verbessern, berichtet transgen.de. Zwei Jahre Forschungsarbeit seien damit verloren. Den finanziellen Schaden schätzen Wissenschaftler auf mehrere Hunderttausend Euro. Gegen die Täter wurde Strafanzeige gestellt. (AW)

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