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Bundeslandwirtschaftminister Horst Seehofer hat sich zum Auftakt des Milchgipfels optimistisch zu den Erfolgsaussichten geäußert. „Wir stehen hinter den Milchbauern. Nach den vielen Gesprächen müssen jetzt Taten folgen. Ich bin zuversichtlich, dass am Ende jeder weiß, was er für sich selbst zu tun hat“, erklärte er heute in Berlin vor mehr als 100 Milchbauern. Die Landwirte bräuchten faire Preise, damit in Deutschland eine leistungsfähige Landwirtschaft und Nahrungsmittelerzeugung erhalten bleibe.

An den Gesprächen zum Milchgipfel werden sich der Deutsche Bauernverband (DBV), der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) beteiligen. Die Molkereiwirtschaft ist durch den Milch-Industrie-Verband (MIV) vertreten. DBV-Präsident Gerd Sonnleitner übergab Seehofer zum Auftakt eine Liste mit 21.000 Unterschriften der Aktion „Mein Herz schlägt für Milchbauern“. Der DBV-Präsident forderte Rahmenbedingungen, die „dauerhaft einen fairen Milchpreis“ sicherten. Am Rande hieß es in DBV-Kreisen, das Hauptthema würde die Markt-Positionierung der Molkereien sein. Die Anbieterseite müsse besser organisiert in die Preisverhandlungen gehen. Es gehe nicht, dass sich immer einzelne Molkereien nach unten auspreisen ließen. Die Molkereien müssten auch endlich in der Marktwirtschaft ankommen. (gk)

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