Genossenschaften

Sektor wächst langsam wieder

Ende 2015 wurden bundesweit 7.950 Genossenschaften gezählt und damit 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Die Zahl der Neugründungen hat sich jetzt auf einem vergleichsweise hohen Niveau von 200 pro Jahr stabilisiert. Im laufenden Jahr wird die Zahl der Genossenschaften in Deutschland wieder die Marke von 8.000 erreichen“, so Michael Stappel, der als Volkswirt der DZ Bank den Genossenschaftsbericht 2016 verfasst hat.

Mehr Neugründungen, mehr Mitglieder

Damit einher geht ein Mitgliederzuwachs. Die Zahl genossenschaftlicher Anteilseigner stieg 2015 um 1 Prozent auf 22,4 Mio. Mitglieder. Damit habe der genossenschaftliche Verbund seine Position als mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation in Deutschland weiter ausgebaut, so Stappel.

Die stabile Entwicklung bei den Neugründungen setzte sich im ersten Halbjahr 2016 fort: Insgesamt wurden 100 neue Genossenschaften gegründet. 39 Neugründungen entfielen auf den Dienstleistungssektor, fast doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum. Abgeebbt ist hingegen die Neugründungswelle bei Energiegenossenschaften: Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden nur noch 11 neue Genossenschaften im Bereich der erneuerbaren Energien registriert.

Mehr Beschäftigte in Genossenschaften

Am Arbeitsmarkt ist die Genossenschaftsorganisation laut dem Bericht weiterhin einer der wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland: Durchschnittlich 968.700 Voll- und Teilzeitkräfte waren 2015 in genossenschaftlichen Unternehmen beschäftigt, das sind 1,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Außerdem bieten Genossenschaften rund 47.100 jungen Menschen einen Ausbildungs- und Traineeplatz als Bankkaufleute, Einzelhändler und anderen Berufsfeldern. (mrs)
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