1

Die Maisbestände in Deutschland sind in diesem Jahr regional extrem von Hitze und Trockenheit gekennzeichnet. Das Computermodell „Maisprog“ hilft Landwirten, den bestmöglichen Erntetermin für Silomais zu ermitteln. Die Witterung wie auch die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass in den vergangenen Jahren zunehmend verspätete Ernten mit Trockenmassegehalten von mehr als 35 Prozent festzustellen waren. Daneben werden nach Beobachtungen des Deutschen Maiskomitees (DMK), Bonn, verfrühte Erntetermine praktiziert, die zu Problemen im Hinblick auf eine erhöhte Sickersaftbildung führen. In beiden Fällen werde das genetische Leistungspotenzial einer Sorte nicht optimal genutzt, informierte das DMK.

Mit der Erntezeitprognose für Silomais „Maisprog“ biete das DMK ein Modell an, welches den Landwirten helfen soll, für ihre Flächen den bestmöglichen Erntetermin zu ermitteln. Nach dem guten Start im vergangenen Jahr mit mehr als 145.000 Ernteprognosen sei das Modul Maisprog nun wieder unter www.maisprog.de kostenfrei nutzbar. Zum überwiegenden Teil haben Landwirte die Erntezeitprognose im ersten Jahr zur besseren Ernteplanung genutzt. Aber auch Berater der Länderdienststellen und Lohnunternehmer hätten Maisprog intensiv verwendet, um Aussagen zum Stand der Silomaisbestände vornehmen zu können. Das Modell stütze sich auf ein flächendeckendes Netz von Wetterstationen. Nach der Eingabe der jeweiligen Postleitzahl würden dem Landwirt die Daten der Wetterstationen aus seiner Umgebung zugeordnet. Durch die zusätzliche Einbeziehung verschiedener Parameter – wie dem pflanzenverfügbaren Bodenwasser, Aussaattermin, Temperatur und vor allem der Maissorte – seien die Prognosen deutlich verlässlicher als bei den Temperatursummenmodellen. Auf dieser Basis werde das voraussichtliche Erntedatum für 32 und 35 Prozent Gesamttrockensubstanzgehalt (GTS-Gehalt) errechnet und angezeigt. (ED)

stats