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Als schweren Rückschlag für das Verbrauchervertrauen und die Verbrauchersicherheit hat Bayerns Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast bezeichnet, die Verfütterung von Fischmehl an Schweine und Geflügel wieder zuzulassen.
Sinner wies darauf hin, dass bereits geringste Spuren von BSE-Risikomaterial infektiös wirken könnten. Daher müssten mit absoluter Sicherheit jegliche Kontamination auch von Fischmehl mit BSE-Erregern ausgeschlossen werden können. Derzeit sei aber nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen, dass für dieses Mehl Fische aus Aquakulturen verwertet werden, die noch im vergangenen Jahr legal mit tiermehlhaltigen Futtermitteln gefüttert wurden. Außerdem könnten Fischmehlpartien mit Tiermehl kontaminiert werden. Mit vertretbarem Analyseaufwand sei Fischmehl und Tiermehl bislang nicht zu unterscheiden, so das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz. (ED)
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