Die Bayern Ei soll kontaminierte Eier in den Verkauf gebracht haben.
-- , Foto: birgitH/pixelio.de
Die Bayern Ei soll kontaminierte Eier in den Verkauf gebracht haben.

Der Mitarbeiter wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert, teilte das Ministerium mit. Medienberichten zufolge soll der Mitarbeiter der Regierung von Niederbayern dem Unternehmen Bayern-Ei eine Probenentnahme angekündigt haben. Das Verbraucherschutzministerium betonte, dass die "Unschuldsvermutung" gelte, der betroffene Mitarbeiter sei aber "vorläufig" von allen seinen Aufgaben entbunden worden.

Damit zieht der Skandal um die Bayern-Ei weitere Kreise. Das Unternehmen hatte 2014 mit dem Salmonellen-Erreger verunreinigte Eier europaweit verkauft. Die Eier sollen für zahlreiche Erkrankungen und den Tod eines 94 Jahre alten Mannes verantwortlich sein. Der Amtstierarzt des Landratsamtes Straubing-Bogen sitzt bereits in Untersuchungshaft: Er steht im Verdacht, Proben manipuliert und so dem Eierhersteller beim Verkauf der gefährlichen Eier geholfen zu haben.

  Untersuchungen mit externem Sonderermittler

Verbraucherschutzministerin Scharf will jetzt einen Sonderermittler für die Lebenmittelüberwachung einsetzen. Sie hatte in den vergangenen Monaten zunächst mehrmals erklärt, dass nach ihrem Kenntnisstand die beteiligten Behörden rechtmäßig gehandelt hätten. Am Montagabend kündigte sie aber dennoch an, dass nach dem Skandal mögliche Mängel bei der staatlichen Lebensmittelüberwachung von einem externen Sonderermittler untersucht werden sollen.

Ministerin Scharf versprach, sie werde den Fall Bayern-Ei "rückhaltlos aufklären". Heute muss die Ministerin dem Kabinett einen Bericht über den Skandal vorlegen. Im Vorfeld verlangte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) „totale Transparenz“. (mrs/HH)
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