Die jüngsten Lebensmittelskandale haben Spuren bei den deutschen Verbrauchern hinterlassen, dokumentiert eine PwC-Umfrage zum Vertrauen in die Sicherheit von Lebensmitteln. Rund 1.000 Verbraucher wurden nach ihrem Einkaufsverhalten und ihren Erwartungen an sichere Lebensmittel befragt. 36 Prozent der Befragten geben demnach an, dass ihr Vertrauen in die gesamte Lebensmittelindustrie und nicht nur für einzelne Produkte gesunken sei.

Nur 15 Prozent gehen von Einzelfällen aus. Die meisten Verbraucher haben ihr Einkaufsverhalten aufgrund der jüngsten Lebensmittelskandale geändert, 56 Prozent der Konsumenten achten verstärkt auf die Produktherkunft, 35 Prozent verstärkt auf Inhalts- und Zusatzstoffe. Gut jeder Fünfte kauft mehr Bio- oder Markenprodukte.

Für garantiert sicherere Lebensmittel würde die Mehrheit der Verbraucher nach eigenem Bekunden einen höheren Preis zahlen. Fast jeder Fünfte akzeptiert sogar eine Verteuerung um mehr als 10 Prozent. Genaue Angaben zu Inhaltsstoffen und Herkunft sind Verbrauchern wichtig. Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist für mehr als jeden zweiten Befragten ein erster Schritt, um Vertrauen zurück zu gewinnen. Dennoch rechnet etwa jeder dritte Konsument mit weiteren Skandalen. (az)
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