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Das französische Getreideamt Onic hat die Produktionsschätzungen für Weichweizen und Mais in Frankreich erneut nach unten korrigiert. Die Onic rechnet jetzt mit einer Weichweizenernte von 29,7 Mio. t gegenüber 30,2 Mio. t in der September-Schätzung. Die Maisernte wird nun auf 10,9 Mio. t gegenüber 11,4 Mio. t im Vormonat prognostiziert. Trotz geringerer Erntemengen wollen die französischen Produzenten von Weichweizen das Exportgeschäft mit den Drittländern nicht abreißen lassen. So hält die Onic an Drittlands8exporten in Höhe von 3,3 Mio. t Weichweizen (Körner) fest. Bisher sind Exportzertifikate von 3,6 Mio. t vergeben worden, davon 2,6 Mio. t für Weichweizen und 1 Mio. t für Gerste. Das Schwergewicht der französischen Weichweizen-Exporte konzentriert sich allerdings auf Lieferungen in die Europäische Union. Mit 8,8 Mio. t Weichweizen (Körner) werden diese Lieferungen jetzt zwar um 120.000 t niedriger veranschlagt als im September. Sie sind aber immer noch deutlich höher als im Wirtschaftsjahr 2002/03, als sie 6,97 Mio. t betrugen. Die Ablieferungen von Weichweizen in Frankreich werden von dem Getreideamt in der neuen Kampagne auf 25,8 Mio. t veranschlagt. Dies sind nahezu 22 Prozent weniger als im Vorjahr (33 Mio. t). Einschließlich der Lagerbestände von 4 Mio. t stellt sich die verfügbare Menge auf insgesamt 30,2 Mio. t. Die Bestände zum Abschluss des Wirtschaftsjahres werden auf 2 Mio. t geschätzt.

Die Ernte von Gerste wird mit 10,1 Mio. t niedriger ausfallen als im Vorjahr, trotz der Steigerung der Anbauflächen um 6 Prozent. Die Ablieferungen werden auf 8 Mio. t veranschlagt, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 0,8 Prozent bedeutet. Einschließlich Lagerbeständen stellt sich das Angebot auf nahezu 9,9 Mio. t. Die Onic rechnet mit Gerste-Exporten in die EU in Höhe von 3 Mio. t. Die Drittlandsexporte sieht die Onic unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 2 Mio. t.

Bei Mais wird bei einer Ernte von 10,9 Mio. t mit Ablieferungen von 9,9 Mio. t gerechnet. Von dem Gesamtangebot, das sich einschließlich Lagerbeständen auf 12,5 Mio. t stellt, sind 5,3 Mio. t für den Export in die EU vorgesehen. Dies sind rund 2,3 Mio. t weniger als 2002/03. (JF)

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