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Thüringens Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar lehnt die Wiedereinführung der Obergrenze von 90 Tieren pro Betrieb bei der Rinderprämie ab. Diese Maßnahme im Plan zur Umsteuerung in der Rindfleischproduktion von EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler würde das "Aus" der Rindermast in Thüringen und in den anderen neuen Ländern bedeuten. Die Begründung Fischlers, dies sei ein weiterer Schritt in Richtung extensive Produktion, sei für Thüringen nicht zutreffend. Mit einem Viehbestand von derzeit 0,56 Großvieheinheiten (GV) je ha, bezogen auf die landwirtschaftliche Fläche in Thüringen insgesamt, davon 0,39 GV/ha Rinder, habe Thüringen bereits einen sehr hohen Extensivierungsgrad erreicht. In den vergangenen zehn Jahren hätten sich die Rinderbestände in Thüringen um mehr als die Hälfte und die Mastrinderbestände um rund 78 Prozent reduziert. Die Absenkung der Besatzdichte von 2 GV/ha auf 1,8 GV/ha bei den Rinderprämien erscheint Sklenar dagegen als ein geeignetes Mittel, dessen Anwendung den Verhältnissen insbesondere der ostdeutschen Landwirtschaft besser entspreche. (KK)
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