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Die Slowakei hat ein Importkontingent für Weißzucker von jährlich 3.900 t eingeführt. Wie das Preßburger rtschaftsministeriums in der vergangenen Woche mitteilte, dürfen 3.500 t davon aus Polen geliefert werden und lediglich der Rest aus den anderen Staaten. Nicht betroffen von dem Kontingent sind die Tschechische Republik und Entwicklungsländer, die Mitglieder der Welthandelsorganisation sind. Allerdings dürfen die Lieferungen aus einzelnen Staaten drei Prozent und aus sämtlichen Staaten dieser Ländergruppe neun Prozent der gesamten Importmengen nicht überschreiten.

Die Marktschutzmaßnahme wurde auf Antrag der Branchenvereinigungen von Zuckerproduzenten und Zuckerrübenanbauern umgesetzt. Diese vertreten die Ansicht, dass die heimische Zuckererzeugung durch deutlich erhöhte Billigeinfuhren gefährdet sei, heißt es in der Verlautbarung. Nach Angaben des Ressorts lagen die Importe 1999 um 67,6 Prozent über dem Wert von 1997, während die nationale Zuckerproduktion von 213.318 t auf 151.909 t zurückging. (pom)
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