Soja in Südamerika leidet

Erhebliche Einbußen für die Sojaernten in Südamerika erwartet Oil World. Der Branchendienst beschreibt größere Schäden vor allem in Brasilien. Dort ist der Bundesstaat Parana besonders betroffen. Mittlerweile regnet es, aber Oil World schätzt, dass auf 30 bis 40 Prozent der Sojaflächen die vorhergehende Trockenheit irreversible Schäden hinterlassen hat. Problematisch soll die Situation ebenfalls in Rio Grande do Sul sein, wogegen aus den Bundesstaaten Mato Grosso und Goia optimistischere Stimmen zu hören sind. In Argentinien zeichnen sich ebenfalls Einbußen ab, allerdings können Niederschläge noch Entspannung bringen.

Aus heutiger Sicht schätzt der Branchendienst die bevorstehende Sojaernte in Argentinien und Brasilien pessimistischer ein als das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA, das vor zehn Tagen bereits Trockenschäden berücksichtigt hat. Oil World rechnet damit, dass die globale Erzeugung 2011/12 weniger als 253 Mio. t betragen wird. Das USDA hatte 257 Mio. t geschätzt. Trifft die Oil-World-Prognose ein, würden weltweit 5 Prozent weniger Sojabohnen geerntet als im Vorjahr. (db)
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