Sojaanbau in Baden-Württemberg forcieren


Baden-Württemberg bietet gute klimatische Voraussetzungen für Sojabohnen. Die Landesregierung unterstützt den Anbau von Eiweißpflanzen. Der Anbau von Eiweißpflanzen ist eine Chance für Landwirte im Südwesten Deutschlands, betonte Wolfgang Reimer vom baden-württembergischen Agrarministerium in Karlsruhe. 2011 betrug die Sojaanbaufläche in Baden-Württemberg 1.061 ha. Die Sojapflanze ist in ihrer Biologie vergleichbar mit dem Mais. Bei beiden handelt es sich um Kurztagpflanzen mit hohem Wärmebedarf. Insofern würde Soja die Fruchtfolge bereichern. Vor allem in den intensiven Maisanbaugebieten brauchen Landwirte künftig Alternativen.

"Die Monokultur Mais wird es wahrscheinlich in Deutschland nicht mehr geben", erklärte vor Kurzem Franz Utz von der ZG Raiffeisen Karlsruhe beim "az-Seminar vor Ort" der agrarzeitung in Ludwigshafen. Er zielte dabei auf die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik nach 2013, die eine Begrenzung des Maisanbaus vorsieht. Um die Vermarktung der Hülsenfrüchte sicherzustellen, forderte Reimer eine bessere Verzahnung von regionalem Anbau und Vermarktung in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie. Eine Unterstützung der Landesregierung in Stuttgart für den Anbau von Eiweißpflanzen sicherte der Ministerialdirektor den Landwirten zu. Er kündigte ein Netzwerk landwirtschaftlicher Demonstrationsbetriebe an, die von den landwirtschaftlichen Anstalten LTZ-Augustenberg und LAZBW Aulendorf betreut werden. (da)
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