Sojaernte in Südamerika schrumpft


Das globale Sojaangebot wird zusehends kleiner. Das USDA hat die südamerikanische Erzeugung weiter nach unten korrigiert. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium geht im heute veröffentlichten Report für Brasilien nur noch von einer Sojabohnenernte von 66 Mio. t aus und hat die Prognose des Vormonats um 2,5 Mio. t gesenkt. Die Schätzung für die Bohnenernte in Argentinien wurde binnen eines Monats um 1,5 Mio. t auf 45 Mio. t zurückgenommen. Das Vorjahresergebnis werden beide Länder zusammen sogar um 13,5 Mio. t unterschreiten. Hinzu kommt die erheblich kleinere Ernte in Paraguay, die sich gegenüber dem Vorjahr in etwa halbiert. Die globale Erzeugung 2011/12 schätzt das USDA jetzt auf nur noch 240 Mio. t und damit um 5 Mio. t kleiner als im März. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang etwa 14 Mio. t.

Für die USA schlagen die kleineren südamerikanischen Ernten in einer höheren Exportnachfrage zu Buche. Die Exportprognosen für die USA wurde um 410.000 t Sojabohnen nach oben korrigiert. Die globalen Endbestände an Sojabohnen werden gegenüber dem Vorjahr um 13,6 Mio. t und das Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch auf knapp 22 Prozent zurückgehen. Rein rechnerisch würde diese Menge für den Verbrauch von 80 Tagen ausreichen. (St)
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