Die Trockenheit in Argentinien und Südbrasilien hinterlässt Spuren in der globalen Sojabilanz. Der Rückgang der Erzeugung ist begleitet von schwächerer globaler Nachfrage. Die Ernteschätzung für Argentinien hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA in seinem heutigen Report gegenüber dem Vormonat um 1,5 Mio. t auf 50,5 Mio. t und für Brasilien um 1,0 Mio. t auf 74,0 Mio. t verringert. Für die USA hat das Ministerium jedoch etwas höhere Sojaerträge als im Dezember angesetzt. Insgesamt schätzt das USDA die globale Sojaerzeugung 2011/12 jetzt auf 257 Mio. t. Sie fällt damit gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent ab.

Auf der Verbrauchsseite geht das USDA mittlerweile von einer Abschwächung aus. Die Importnachfrage aus Japan, der EU und Russland könnte 2011/12 gegenüber dem Vorjahr sinken. Für die Ölmühlenverarbeitung zeichnet sich in der laufenden Saison ebenfalls ein Rückgang ab. (db)
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