Resistenzmanagement

Sojasorten vertragen weiteres Herbizid


Gemeinsam wollen Bayer Crop Science und Syngenta Sojasorten mit Toleranz gegenüber den drei Wirkstoffen Mesotrion, Glufosinat-Ammonium und Isoxaflutol (MGI) auf den Markt bringen. Für diese neue, durch gentechnische Veränderung erzeugte, Pflanzeneigenschaft (Trait) haben beide Unternehmen in mehreren Ländern die Zulassung beantragt.
 
Nach Angaben von Bayer Crop Science prüfen den Antrag zurzeit die Zulassungsbehörden in den USA und Kanada sowie in einigen wichtigen Soja-Importnationen, darunter die Europäische Union. Die Markteinführung der Sorten sei zwischen 2015 und 2020 geplant.
 
Bayer Crop Science hebt besonders die MGI-Herbizidtoleranz hervor, die Landwirte die Unkrautbekämpfung erleichtern soll. Als Beispiel nennt der Hersteller schwierig zu bekämpfende Unkräuter – unter anderem Amarant- und Gänsefußarten. Die kombinierte Herbizidtoleranz der Sojapflanzen erlaube es außerdem, zwischen mehreren Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen wechseln. Damit könnten Landwirte Resistenzen vorbeugen.
 
Die neue MGI-Herbizidtoleranz soll in den NK-Sojasorten von Syngenta sowie in Saatgut von Bayer verfügbar sein. Außerdem wollen die Hersteller das Trait für andere Saatgutmarken in Lizenz anbieten, sobald alle erforderlichen Zulassungen vorliegen. (db)
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