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Solardiebstähle häufen sich


Experten gehen davon aus, dass sich der Gesamtschaden im Zeitraum von 2011 bis 2014 auf nahezu 15 Mio. € beläuft, so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster. Das Bundeskriminalamt (BKA) würde den Schaden sogar noch höher einschätzen.

In jüngster Zeit häuften sich die Meldungen über Raubzüge auf Solaranlagen. So wurde laut IWR Ende Juli ein Solarpark in Cottbus-Dissenchen zum Opfer einer Diebesbande. Nach Meldungen der Polizei Brandenburg wurden dabei 126 Solarmodule entwendet. Der Schaden beläuft sich in diesem Fall auf etwa 45.000 €. Oftmals schreckten die Täter selbst vor installierten Sicherheitssystemen nicht zurück.

Diebstähle an Fotovoltaikanlagen werden meist in der Nacht verübt. Neben dem Schutz der Dunkelheit sei dann auch die Gefahr, durch den fließenden Strom verletzt zu werden, gebannt.

Für Solaranlagenbetreiber besteht dem IWR zufolge mithilfe verschiedener Vorkehrungen die Möglichkeit, sich vor vermeintlichen Diebstählen zu schützen. So betreibt die Firma SecondSol aus Meiningen eine Datenbank, in der Eigentümer ihre Fotovoltaikmodule und Wechselrichter registrieren lassen können. Auch bereits gestohlenen Module könnten in die Datenbank aufgenommen werden. Zum Verkauf angebotene Anlagen ließen sich dann anhand ihrer Seriennummer in der Diebstahldatenbank überprüfen, wodurch ein möglicher Diebstahl aufgedeckt werden kann.

Um erfolgreich gegen die Täter vorzugehen, kooperiert SecondSol mit dem BKA, so IWR weiter. (Sz)
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