Solarstrom auf Ackerflächen geht künftig leer aus


Solarstrom in Deutschland wird künftig weniger finanziell gefördert. Nach dem Bundestag stimmt auch der Bundesrat einer Kürzung der Fördersätze zu. Als ersten Tagesordnungspunkt hat heute der Bundesrat dem Kompromiss des Vermittlungsauschusses zugestimmt, die Solarförderungen in einem ersten Schritt rückwirkend zum 1. Juli zu kürzen. Eine weitere Senkung erfolgt dann zum 1. Oktober. Sie gilt für Anlagen, die bis 30. September in Betrieb genommen werden. Für Solarstrom von  Dachanlagen wird der Fördersatz um 13 Prozent gesenkt. Im Oktober verkürzt sich der staatliche Zuschuss um weitere 3 Prozent. Die Kappung der Vergütungssätze für Dachanlagen beträgt dann 16 Prozent, so wie es der Regierungsentwurf vorgesehen hatte. 

Auch die Unterstützungen für Freiflächenmodule werden ab Juli um 12 Prozent gesenkt, ab Oktober fallen sie dann um 15 Prozent niedriger aus. Bei Anlagen auf Konversionsflächen, die ehemals industriell oder militärisch genutzt wurden, sinkt der  Fördersatz zunächst um 8 Prozent, im Oktober dann um 11 Prozent. 
Fotovoltaikanlagen auf Ackerflächen gehen ab sofort leer aus.

Mit der Entscheidung des Bundesrates ist das Ringen in der Koalition und mit den Bundesländern um die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG), das die Vergütungssätze für Solarstrom regelt, beendet. (da)
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