Erneuerbare Energien

Solarstromeinspeisung gewährleistet


Bei rund 400.000 Solarstromanlagen in Deutschland soll bis Ende 2014 der bisher zulässige Frequenzbereich von bis zu 50,2 Hertz (Hz) erweitert werden. Bisher trennten sich Wechselrichter beim Überschreiten der Frequenz von 50,2 Hz schlagartig vom Netz. Mittlerweile ist die Gesamtleistung der in Deutschland einspeisenden Photovoltaikanlagen aber so groß, dass deren zeitgleiche Abschaltung die Stabilität des europäischen Verbundnetzes gefährden könnte. An mehr als 80 Prozent der betroffenen Anlagen wurde bereits das erforderliche Update durchgeführt.

„Die so 50,2-Hz-Umrüstung macht hunderttausende Solarstromanlagen fit für das regenerative Zeitalter“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Die Umrüstung ist gleichzeitig auch ein Test, ob neue und angestammte Akteure der Energiewirtschaft zusammenarbeiten können – das Resultat kann sich sehen lassen.“

Das Update der Solarstromanlagen erfolgt in drei Etappen. Die größeren Anlagen mit einer Spitzenleistung von mehr als 100 Kilowatt (kW) werden bereits seit 2013 nachgerüstet. Dieser Prozess ist fast vollständig abgeschlossen. Die Nachrüstung der mittelgroßen Anlagen mit einer Leistung von 30 bis 100 Kilowattpeak (kWp) startete Anfang 2014 und ist zu etwa 95 Prozent abgeschlossen. Bei den kleineren Anlagen von 10 bis 30 kWp liegt die Quote derzeit bei 60 Prozent.

Für Anlagenbetreiber ist die Umrüstung der Photovoltaikanlage kostenlos. (has)
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