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Das Frühjahrswetter hat in Deutschland für eine größtenteils unproblematische Frühjahrsbestellung gesorgt. Da es kaum Winterschäden gab, mussten kaum Flächen nachgedrillt werden, ermittelten Korrespondenten der Agrarzeitung Ernährungsdienst in einer Umfrage.

Die Aussaat des Sommergetreides in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde unter guten Witterungsbedingungen Mitte April zu Ende gebracht. In beiden Bundesländern ist eine Tendenz zu einer steigenden Anbaufläche von Sommerweizen und auch von Sommergerste zu verzeichnen.

In der Region Weser-Ems kam die Sommergerste leicht verspätet in den Boden. Auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Frühjahrsbestellung abgeschlossen, mit einwöchiger Verspätung in Westfalen und zwei bis drei Wochen später als üblich im Rheinland.

In Hessen war die Aussaat ebenfalls etwas verspätet. Es bestätigt sich für den Westen und Südwesten, dass die Braugerste um 10 Prozent zugunsten von Winterungen reduziert wurde. Im Südwesten ist nur noch auf den höheren Lagen die Bestellung nicht ganz abgeschlossen, doch die Aussaatverzögerungen bewegen sich im normalen Bereich.

Im Osten wurde die Frühjahrsbestellung in den vergangenen Tagen mit etwa einer Woche Verzögerung gegenüber dem langjährigen Mittel überwiegend abgeschlossen. Für das Wachstum relativ früh gedrillter Felder auf leichten Standorten sind die inzwischen erfreulicherweise angekündigten Niederschläge erforderlich.

In Süddeutschland sind größere Anbauverschiebungen nicht zu erkennen. Lediglich Sommergerste dürfte stärker eingeschränkt sein. Der Saatenstand wird in ganz Bayern als durchwegs zufriedenstellend beurteilt. Auswinterungsschäden traten in nennenswertem Umfang weder in den südlichen noch in den nördlichen Landesteilen auf. (Ps/St/GH/HH)
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