Sommergerste präsentiert sich unterschiedlich

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Die Sommergerstenbestände sehen je nach Saattermin unterschiedlich aus. Früh gesäte Bestände konnten mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig und problemlos auflaufen, sowie gut bestocken. Spät ausgesäte Bestände litten dagegen bereits in der Bestockungsphase unter Trockenheit im Mai und Anfang Juni und stehen eher schwach bis dünn. In etlichen Regionen kam der Regen am 21. und 22. Juni zu spät. Er erhöhte die Zwiewuchsgefahr in schwach bestockten Beständen enorm. Insgesamt ist der Krankheitsdruck aber niedrig. Nach Ansicht der Braugersten-Gemeinschaft e.V., München, können bereits jetzt auf Grund des fehlenden Verdünnungseffekts bei "normaler" N-Düngung höhere Eiweißgehalte prognostiziert werden.

In diesem Jahr ist in Deutschland 7 Prozent mehr Sommergerste ausgesät worden. Die Fläche beläuft sich auf insgesamt 480.760 ha bundesweit. Nach Informationen der Braugersten-Gemeinschaft erfolgte der Flächenzuwachs insbesondere in Niedersachsen (+46 Prozent), Sachsen-Anhalt (+15 Prozent), Hessen (+14 Prozent), Thüringen (+11 Prozent) und Bayern (+6,4 Prozent). Nach Ansicht der Braugersten-Gemeinschaft ist der Flächenzuwachs in erster Linie "preisentwicklungsbedingt". (HH)

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