Sondereffekt hilft VK Mühlen


Die Hamburger VK Mühlen AG behauptet sich 2011/12 im wirtschaftlich schweren Umfeld. Das Programm zur Modernisierung von Deutschlands größter Mühlengruppe zeigt erste Früchte.

Der Konzern weist für die Geschäftssaison 2011/12 (Oktober/September) erstmals seit drei Jahren wieder einen positiven Jahresüberschuss aus. Wesentlicher Faktor war das deutlich verbesserte operative Ergebnis der Kampffmeyer Milling Group, des größten der drei Geschäftsbereiche, teilte das Unternehmen heute mit.

Das Konzernergebnis ist den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr von minus 31,8 Mio. € auf plus 5,7 Mio. € gestiegen. Darin enthalten ist jedoch der Nettoerlös aus den Anfang 2012 veräußerten polnischen Beteiligungen in Höhe von 13,5 Mio. €, heißt es in Hamburg. Der Konzernumsatz wird mit 471 (Vorjahr: 524) Mio. € angegeben.

„Wie prognostiziert, haben wir das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 - bereinigt um Sondereffekte - mit einem operativen Verlust im einstelligen Millionenbereich abgeschlossen", kommentiert Konzernchef Christoph Kempkes die aktuellen Zahlen.

Die konsequent betriebene Optimierung der Mühlenstrukturen und der zu diesem Zweck initiierte Restrukturierungs- und Modernisierungsplan zeigten aber bereits positive Resultate. Auch die Absatz- und Umsatzentwicklung von VK Mühlen sei wesentlich durch die Sondereffekte geprägt.

So habe der Konzern 2011/12 insgesamt etwa 1,5 Mio. t Getreide, Reis und Hülsenfrüchte verarbeitet. Bereinigt um den Wegfall der polnischen Mühlen und die Verpachtung der Mühle in Ungarn entspreche dies einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von mehr als 6 Prozent. Dennoch habe VK Mühlen seinen Marktanteil in etwa auf Vorjahresniveau halten können.

Das Betriebsergebnis der Kampffmeyer Milling Group, in der alle Mühlenstandorte der Gruppe gebündelt sind, konnte 2011/12 deutlich um plus 5,3 Mio. € auf minus 3,9 Mio. € verbessert werden. Es sei gelungen, die hohen Volatilitäten im Getreidemarkt durch effektives Risikomanagement zu beherrschen und teils bewusst in Kauf genommene Absatzrückgänge durch bessere Deckungsbeiträge zu kompensieren.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Kemkes erstmals wieder ein positives Betriebsergebnis in der Milling Group sowie insgesamt mit einem ausgeglichenen operativen Konzernergebnis. (Sz)
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