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Vier Thesen zum Spannungsfeld Globalisierung und Landwirtschaft hat der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Landwirtschhaftsminister Hans-Artur Bauckhage bei einer Veranstaltung der Landvolkshochschule der Evangelischen Kirche im rheinländischen Birnbach/Marenbach zur Diskussion gestellt.
These 1: "Globalisierung ist notwendig - auch in der Landwirtschaft". Allerdings seien verbindliche Regeln erforderlich, die einen fairen Wettbewerb garantieren und den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Welthandelspartner gerecht werden.
These 2: "Globalisierung und Regionalisierung sind kein Gegensatz". Die regionalen Marken seien ein Beleg dafür und zugleich ein Beweis, dass regionale Produkte nach wie vor gute Marktchancen haben.
These 3: "Die Industrienationen müssen mehr Verantwortung für die Entwicklungsländer übernehmen". In den WTO-Verhandlungen müssten deshalb Sonderregelungen für Entwicklungsländer erörtert werden, damit sie am allgemeinen Fortschritt teilnehmen könnten. Gleichzeitig sehe er die Industrieländer in der Pflicht, für die Entwicklungsländer Aufgaben in der Forschung oder auch der Ausbildung zu übernehmen.
These 4: "Der Sonderstellung der Landwirtschaft in der Globalisierung muss Rechnung getragen werden." Dies ergebe sich aus der Notwendigkeit der Ernährungssicherung und der Flächengebundenheit der landwirtschaftlichen Produktion. (ED)
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