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Die sonnige Witterung ist den Zuckerrüben äußerst gut bekommen. Die Zuckergehalte sind in Norddeutschland noch etwas angestiegen und werden sich bis zum Ernteabschluss mit 17,8 Prozent etwa auf Vorjahresniveau einpendeln, wie Umfragen des Landvolk-Pressedienstes (LPD) ergeben haben. Die Erträge liegen mit 54 t/ha dagegen um gut 4 t/ha unter dem Vorjahresergebnis. Der Zuckerertrag je Hektar verfehlt mit 9,6 t/ha den Vorjahreswert um 0,7 t/ha, kann aber doch noch als recht zufrieden stellend bezeichnet werden. Die Erträge variieren allerdings nach den Wetterkapriolen dieses Jahres sowohl von Region zu Region sehr stark, als auch kleinräumiger von Feld zu Feld.

Im Einzugsbereich der Nordzucker AG, die neben Rüben aus Niedersachsen auch die aus Schleswig-Holstein sowie Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts verarbeitet, wird die Gesamtrübenernte auf 6,3 Mio. t Rüben geschätzt. Das sind gut 2 Mio. t weniger als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2005 mit 8,5 Mio. t. Die Landwirte haben, wie der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer sagt, die Anbaufläche deutlich eingeschränkt und damit auf die Restriktionen der Zuckermarktreform reagiert. Im kommenden Jahr wird sie wieder etwas ausgedehnt. Grund dafür sind die etwas höhere Zuckerquote und der Anbau von Zuckerrüben für die Ethanolerzeugung, so der LPD weiter. (ED)

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