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Die Kartoffelerträge der bevorstehenden Haupternte liegen bundesweit deutlich unter dem Vorjahr. Zwiewuchs ist die Normalität. Auch die Qualität leidet unter der Witterung, wie eine Umfrage der Kartoffelwirtschaft ergeben hat. Die mangelnde Lagerfähigkeit könnte die Vermarktung erheblich erschweren. Durch die Ertragseinbußen könnte es auch Engpässe bei Industriekartoffeln geben. In Norddeutschland wird mit Einbußen zwischen 30 und 40 Prozent gerechnet, in Niedersachsen mit mindestens 25 Prozent, je nach Region und Beregnungsmöglichkeit kann es auch mehr sein. In Nordrhein-Westfalen ist die Stimmung besser. Auf schweren Böden wird mit 10 bis 15 Prozent weniger Ertrag gerechnet, auf schweren Böden 20 bis 25 Prozent. Die Pfälzer gehen von 20 Prozent weniger aus. Erste Proberodungen in Bayern weisen auf ein Minus von 50 Prozent hin. Hinzu kommt, dass fast überall Zwiewuchs auftritt, was die Qualität deutlich mindert. (KW)
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