1

Große Teile der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) Braunschweig stehen nach einer Information der Braunschweiger Zeitung zur Disposition. Das Blatt beruft sich dabei auf das Gutachten von Dr. Hedda von Wedel und auf ein internes Papier aus dem Bundesverbraucherschutzministerium. Als Hintergrund der Aktivitäten wird die im Gefolge von BSE- und MKS-Krise vorgesehene Neuorganisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes gesehen. Diese Struktur "ächte" die Erforschung und Zulassung von Tierarznei- und Pflanzenschutzmitteln unter einem Dach. So sollen die Zulassungsaktivitäten im neuen Bundesamt für Verbraucherschutz konzentriert werden. Damit verliere die BBA den Status einer Bundesoberbehörde.
Wie es weiter hieß, würden bei der Umgestaltung fachliche und ökonomische Synergieeffekte angestrebt. "Das alles kommt einer Zerschlagung der BBA gleich und bedeutet einen Verlust von Arbeitsplätzen", zitiert das Blatt den Vorsitzenden des BBA-Gesamtpersonalrates, Dr. Dietrich Brasse. Im Berliner Verbraucherschutzministerium bestätigte der Leiter der Arbeitsgruppe für die Reorganiosation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes, Bernhard Kühnle, dass es bei der BBA "Bewegung geben werde".
Deutlicher wurde der im Ruhestand befindliche langjährige BBA-Präsident, Prof. Gerhard Schuhmann, mit der Bemerkung, die Hektik der Neuorganisation drohe etwas Intaktes zu zerstören. Die Verzahnung der BBA mit EU-Institutionen sei excellent.(Bm)
stats