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Extreme Witterungsbedingungen im Frühjahr führten bundesweit zu sehr unterschiedlichen Aussaatzeiten bei der Sommergerste. Während in wenigen Gebieten schon im März bei frühlingshaft warmen Temperaturen mit der Aussaat begonnen wurde, konnten die Arbeiten manchmal erst Ende April/Anfang Mai abgeschlossen werden. Insgesamt wird der Zustand der Sommergerstenbestände momentan oft nur als mittel bis unterdurchschnittlich beurteilt, nur vereinzelt mit gut. Diese Einschätzung trifft das Handels- und Maklerunternehmen für Braugerste und Braumalz, Jochen Mautner GmbH, Düsseldorf, in seinem jüngsten Bericht.

Die Verspätungen bei der Aussaat der Sommergerste im Frühjahr konnten dem Bericht zufolge bisher noch nicht aufgeholt werden, wenn auch das augenblickliche Wetter mit ausreichend Niederschlägen und wärmeren Temperaturen das Wachstum günstig beeinflusse. Nicht immer würden die früh gesäten Bestände besser als die späten eingeschätzt. Am Besten schätzt Mautner die Sommergerstenbestände in den östlichen Bundesländern und in den im Mai beregneten Gebieten Niedersachsens ein. Der Krankheitsbefall mit Rhynchosporium, Netzflecken und Mehltau sei durchschnittlich. Der Erntezeitpunkt werde meist um etwa zwei Wochen später als in normalen Jahren erwartet, sofern nicht heiße Temperaturen im Juli eine zu schnelle Abreife verursachen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (ED)
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