Spanien: Auftrieb für Biotreibstoff-Produktion erwartet


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Spaniens Biokraftstoff-Hersteller rechnen mit einem guten Absatz von Bioethanol, da ab diesem Jahr eine Beimischungsquote von 3,4 Prozent an Biokraftstoffen gilt, die bis 2010 sukzessive auf 5,83 Prozent gesteigert werden soll. Das gebe den Unternehmen Planungssicherheit für Kapazitätsausweitungen, erklärt der spanische Verband für Erneuerbare Energien Appa. Zumal auch die EU bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 senken will. Den Bedarf an Bioethanol schätzt Appa auf bis zu 689.000 t Bioethanol, das in Spanien vorwiegend auf Getreidebasis erzeugt wird. Davon könnten spanische Hersteller zurzeit 456.000 t produzieren.

Während die Bioethanolhersteller laut Appa nicht von Importen aus den USA oder Argentinien bedroht seien, bleiben heimische Biodieselhersteller auf ihrem Biodiesel sitzen. So haben im 1. Halbjahr 2008 günstige Importe rund 61 Prozent der Nachfrage in Spanien gedeckt. Der Verband schätzt den Bedarf 2009 auf höchstens 1,07 Mio. t Biodiesel. Bei Produktionskapazitäten in Spanien von mindestens 3,3 Mio. t entstünde ein Überschuss von rund 2,23 Mio. t Biodiesel. Der Verband ist dennoch zuversichtlich, dass die heimischen Biodiesel-Hersteller ihre Überschüsse verkaufen können, wenn die Nachfrage mit der Beimischungsquote ansteige und auch die Exporte anzögen. (kbo)

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