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Spaniens Öko-Anbauer sind mit Blick auf die sich ausdehnende Anbaufläche von gentechnisch verändertem (GV-)Mais und in Folge von Auskreuzungen auf dem Rückzug. In den ostspanischen Regionen Aragon und Katalonien, wo auch der meiste GV-Mais angebaut wird, ist die Ökomais-Anbaufläche von 120 ha in 2004 auf nur 25 ha in diesem Jahr zurückgegangen, berichtet Agra Europe London. Grund dafür sind Spuren von GVO im Öko-Mais, die zwar mit unter 1 Prozent sehr niedrig ausfallen, aber auch in Spanien gilt für Öko-Ware eine Null-Toleranz. Spanien ist mit inzwischen 58.000 ha innerhalb der EU eines der größten Anbauländer für GV-Mais. Rund 46 verschiedene Sorten sind zugelassen, der Anbau ist seit 1998 erlaubt. Gesetzlich verbindliche Koexistenzregeln gibt es allerdings immer noch nicht. Derweil sind beim Landwirtschaftsministerium neue Zulassungsanträge für weitere GV-Kulturen darunter Baumwolle, Rapssaat, Kartoffeln, Reis und Soja gestellt worden. Die Entscheidung macht das Ministerium aber von der Haltung der EU abhängig. (AW)
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