Die anhaltende Dürre in Spanien veranlasst die Regierung zum Handeln. Möglich ist eine vorzeitige Auszahlung der EU-Agrarfördergelder für 2012. Die Landwirtschaft in Spanien leidet unter einer seit Monaten anhaltende Dürre. In den Wintermonaten hat es kaum geregnet. Der nationale Bauernverband befürchtet Verluste in Millionenhöhe, da die Ernte agrarischer Produkte auf Grund der Trockenheit wesentlich geringer ausfallen werde, zitiert der österreichische Informationsdienst AIZ den Verband. Nach Schätzungen des spanischen Vereins von Kleinbauern wird die andauernde Trockenheit in diesem Jahr allein beim Getreide Verluste in Höhe von 250 Mio. € verursachen. Für Viehzüchter steigen die Produktionskosten um 400 Mio. €, da sie sehr viel Futter zukaufen müssen.

Nach Meldungen der spanischen Zeitung "El Pais " will Spaniens Landwirtschaftsminister Miguel Arias Canete die EU-Kommission beim Agrarrat in Brüssel bitten, die Auszahlung von Agrarfördergeldern früher zu starten. Es seien 5,5 Mrd. € von insgesamt 7,5 Mrd. € im Gespräch. Auch Portugal schließt sich dem Antrag Spaniens auf vorzeitige Auszahlung der Agrarhilfen an, berichtet AIZ. (az)
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