Spanien streicht seine Subventionen für erneuerbare Energien. Hintergrund ist das hohe Haushaltsdefizit. Die spanische Regierung hat ein vorläufiges Moratorium bei den Subventionen für erneuerbare Energien beschlossen. Ein entsprechendes Gesetz trat Ende Januar in Kraft, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Den Angaben zufolge werden neue Anlagen zur Solar- und Windenergieerzeugung sowie für Biogas, Geothermie und Wasserkraft künftig nicht mehr gefördert. Alte Anlagen seien nicht betroffen, heißt es.        

Die neue spanische Regierung unter Ministerpräsident Rajoy will mit ihrer Entscheidung das Defizit im Staatshaushalt eindämmen. Weil die Strompreise vom Staat niedriger als die Erzeugungskosten gehalten werden, habe sich in den vergangen 10 Jahren ein Defizit von 24 Mrd. € aufgebaut, berichtet die Zeitung. Im Jahr 2011 beliefen sich die Fördermittel für Ökostrom in Spanien auf 6,4 Mrd. €. Vor Spanien hatte sich bereits Portugal dazu entschlossen, die Förderung der erneuerbaren Energien auszusetzen. (sch)
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