Der trockensten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen macht den spanischen Ackerbauern zu schaffen. Die erforderliche Düngung verzögert sich. In einigen Regionen Spaniens hat es seit Anfang November nicht mehr geregnet, berichtet die US-Botschaft in Madrid. Bereits vor dieser Trockenperiode waren die Wasservorräte in den Böden gering. Den Kulturen kam jedoch zunächst der kalte Winter zugute, der zur Vegetationsruhe geführt hatte. Mit den Frühlingstemperaturen zeigt sich jedoch der schwache Zustand des Wintergetreides. Eine Andüngung kann wegen der Trockenheit in den meisten Regionen nicht durchgeführt werden, berichten die Beobachter weiter. Auch in den Stauseen, die üblicherweise mit Winterniederschlägen gespeist werden, fehlt Wasser. Nach Angaben der US-Botschaft sind die Reservoirs im Landesdurchschnitt nur zu 63 Prozent gefüllt.

Der weitaus größte Teil der spanischen Ackerflächen kann nicht bewässert werden. Doch auch auf den Flächen, wo Einrichtungen vorhanden sind, könnte die Bewässerung nach Beobachtung der US-Botschaft reglementiert werden, weil die Wasservorräte so gering sind. Für eine Abschätzung der spanischen Getreideernte ist es noch zu früh. (db)
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