Schweinehaltung

Spanien überflügelt Deutschland


In Spanien wurden im November des vergangenen Jahres 28,4 Mio. Schweine gezählt. Gegenüber dem Jahr 2014 betrug der Zuwachs nach vorläufigen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat 6,8 Prozent. In Deutschland hat sich der Schweinebestand im gleichen Zeitraum um gut 800.000 Tiere (2,8 Prozent) auf 27,5 Millionen Tiere verringert.

Trotz niedriger Preise und durch das Russlandembargo bedingter Absatzprobleme haben die spanischen Erzeuger ihre Bestände massiv ausgedehnt. Für das laufende Jahr rechnen Beobachter mit einem deutlichen Zuwachs der spanischen Schweinefleischproduktion. Dennoch ist Deutschlands Spitzenplatz als größter Schweinefleischproduzent innerhalb der EU vorerst nicht gefährdet. 2014 wurden in Deutschland 5,5 Mio. t Schweinefleisch erzeugt gegenüber 3,6 Mio. t in Spanien. Gründe für die größere Produktionsmenge sind die in Deutschland höheren Schlachtgewichte. Außerdem importieren deutschen Mäster rund einen Drittel ihrer Ferkel aus den  Niederlanden und Dänemark. Der Sauen- und Ferkelbestand ist deshalb im Verhältnis zur den Schlachtschweineproduktion deutlich kleiner als in Spanien. 

Überproportional stark stieg in Spanien die Zahl der Jung- und Mastschweine (jeweils rund 10 Prozent), was auf eine gestiegene Produktivität in der Sauenhaltung hindeutet. Die Sauenherde vergrößerte sich nur um knapp 5 Prozent. (SB)
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