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Heute sollen in Ungarn die Einfuhrzölle für eine Reihe polnischer Agrar- und Ernährungsgüter angehoben werden. Wie der Warschauer Fernsehsender TVP unter Berufung auf das ungarische Außenministerium mitteilte, sind davon Käse, Trockenmilch, Kartoffeln, einige Gemüsegattungen sowie Zucker, Mehl und Süßwaren betroffen. Durch diesen einseitigen Schritt, so TVP, werde der Streit zwischen den beiden Ländern um die Höhe der Zölle nun neu entflammt. Dieser schien den Verhandlungen im Mai 2000 beigelegt. Der Sender wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass sowohl Polen als auch Ungarn Unterzeichnerstaaten des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommens (Cefta) sind, im Rahmen dessen Präferenzzölle vereinbart wurden. Er räumt aber ein, die Entscheidung Budapests sei Antwort auf die fortdauernden polnischen Einschränkungen im Handel mit Schweinefleisch und Geflügel. (pom)
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