Spekulation hat geringen Einfluss auf Hunger in der Welt


Spekulationen allein sind nicht die Verursacher für Hunger in vielen Regionen der Welt. Spekulanten stecken nur zum Teil hinter Preissteigerungen an den Agrarrohstoffmärkten. Einen Anteil von rund 10 bis 15 Prozent Einfluss räumte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V., Bonn, der Spekulation für diese Missstände am heutigen Montag auf der Fachtagung der Fachhochschule Bingen „Land und Lebensmittel- grenzenlose Spekulationsobjekte“ ein. Die Hauptursachen für Hunger in der Welt lägen beispielsweise in Kriegen, Korruption und fehlenden Einkommen.

Dennoch forderte Dieckmann stärkere Kontrollen der Spekulation auf den Lebensmittelmärkten. „Geldanlagen auf Kosten von Menschen, die Hunger haben, sind keine Option“, so Dieckmann. Allerdings stellte sie auch fest, dass dank der Landwirtschaft ausreichend Lebensmittel in der Welt vorhanden seien. Eine ungerechte Einkommensverteilung verhindere aber die gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung. (dg)
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