Spekulative Einlagerung birgt hohe Risiken

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Die Entwicklung der Erlöse bei Ölsaaten und Getreide ist für die kommenden Wochen nur schwer einzuschätzen, meinte der Agrarvorstand der Baywa AG, Dr. Stefan Bötzel, auf dem Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) in München. Zwar stiegen in der Vergangenheit im Laufe eines Wirtschaftsjahres häufig die Preise, "doch möchte ich diesmal darauf keine Wette abschließen". Die spekulative Einlagerung sei im laufenden Getreidewirtschaftsjahr mit beachtlichen Risiken verbunden. Bötzel wollte nicht ausschließen, dass es im Mai nächsten Jahres womöglich sogar eine Gerstenintervention gibt. Der Agrarfachmann geht allerdings längerfristig von steigenden Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus. Selbst wenn es gelingt, den Anbau in weiten Teilen der Welt in den kommenden Jahren zu intensivieren, dürfte das Angebot der Nachfrage hinterherhinken, meint Bötzel.(HH)
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