In Nordschwaben wurde bei einem Tier die Rinderseuche BHV1 festgestellt und unmittelbar danach ein Sperrbezirk eingerichtet. Rinder dürfen nur mit Genehmigung aus dem Sperrbezirk gebracht werden. Den Landwirten im Ries wurde dringend geraten, derzeit auf Zukäufe zu verzichten. Personen von außerhalb sollten vor dem Betreten eines Stalles unbedingt saubere Stiefel und saubere Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden.

Schon bei Verdacht auf Ausbruch der Seuche muss diese unverzüglich gemeldet werden. Heute sollen der Amtstierarzt und Vertreter der Regierung von Schwaben vor Ort entscheiden, ob nur das erkrankte Rind oder der gesamte Bestand mit mehr als 100 Tieren getötet werden muss.

Der Erreger der Rinderseuche ist den Angaben zufolge das Bovine Herpesvirus 1, das bei Rindern zu Fruchtbarkeitsstörungen und schweren Atemwegserkrankungen führen kann - teilweise mit Todesfolge. Die Rinder auf den anderen Bauernhöfen in der Ortschaft werden derzeit ebenfalls auf das Herpes-Virus getestet. Für den Menschen sei das Virus ungefährlich.

Bereits im Jahr 2012 war in demselben Landkreis dieses Virus ausgebrochen. Der Sperrbezirk konnte innerhalb von vier Wochen wieder aufgehoben werden. (hed)
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