Biogas soll auch künftig eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen. Angesichts des begrenzten Flächenpotentials muss dieser Energieträger seine besonderen Vorteile besser ausspielen. 

Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer des EEG-Dialogforums „Potenzial und Rolle von Biogas" heute im Bundesumweltministerium (BMU).

Bundesumweltminister Peter Altmaier betonte die großen Chancen von Biogas in Hinblick auf die künftige Rolle als Regelenergie. Der wesentliche Vorteil von Biogas bestehe in der bedarfsgerechten Stromgewinnung, welche die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik ausgleichen könne, so Altmaier.   

Weitgehend einig waren sich Branchenverbände, Anlagenbetreiber, Naturschützer und Politiker darin, dass künftig möglichst keine zusätzlichen Flächen für die Biogasproduktion beansprucht werden. Nach Angaben des Ministeriums hat die Anbaufläche für Energiepflanzen in Deutschland Ende 2012 bereits 1 Mio. ha betragen.

Dennoch bescheinigte alle Beteiligten der Biogaserzeugung weiterhin Potenzial, sofern der Rollenwechsel hin zu einer flexiblen Stromerzeugung gelinge. Wesentliche Voraussetzung hierfür sei, dass bestehende Biogasanlagen mit Gas- und Wärmespeichern und zusätzlicher Generatorleistung nachgerüstet werden.

Der neugewählte Präsident des Fachverbandes Biogas, Horst Seide, zeigte sich in Berlin zuversichtlich, dass Biogas einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, Probleme mit Schwankungen im Netz zu lösen. Zudem erwartet er aufgrund technischer und züchterischer Fortschritte weitere Effizienzsteigerungen in der Biogasproduktion. Der Einsatz von alternativen Energiepflanzen und die stärkere Verwertung von Reststoffen eröffne künftig weitere Potenziale, so Seide. (sch)
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