Initiative Tierwohl

Spitzentreffen im Juli


"Die Initiative Tierwohl ist für die gesamte Fleischwirtschaft derzeit das Projekt mit allerhöchter Priorität", so Dr. Helfried Giesen, Sprecher des Vorstandes der Westfleisch e.G., Münster. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Mitgliederversammling des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) in Berlin betonte Giesen den  besonderen Stellenwert der Initative.

Doch etwa 50 Prozent der an der Initative interessierten Tierhalter seien leer ausgegangen, bedauerte Giesen. Dies könne nicht hingenommen werden, anderenfalls entstehe ein "ungeheure Frustration" mit negativen Auswirkungen auch für andere mögliche Projekte.

Am 14. und 15. Juli 2015 werden sich alle an dem Projekt beteiligten Gründungsmitglieder zu einem Spitzengespräch im Münsterland treffen, so Giesen. Ziel sei, die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen. Eine theoretische Möglichkeit wäre, dass der Lebenmitteleinzelhandel (LEH) seine bisherige Beteiligung von 4 Cent pro kg Fleisch einfach auf 8 Cent erhöht, so Giesen gegenüber agrarzeitung.de.
Angestrebt werde auf jeden Fall, dass sich bisher nicht an der Initative beteiligende Unternehmen des LEH oder auch Fleischerfachgeschäfte für die Mitwirkung gewonnen werden sollen.

Im Rahmen der Diskussion gab es auch deutliche Unterstützung für die Initative Tierwohl von der Seite des Agrarsprechers der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff. Das Projekt sei sehr sinnvoll und dürfe keinesfalls gefährdet werden, so Ostendorff. Er schlug als Möglichkeit für den Ausgleich der fehlenden Finanzmittel eine Unterstützung aus dem Haushalt des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor. (jst)
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