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Die Pflanzenschutzindustrie relativiert die heute von Greenpeace vorgestellten neuen Erkenntnisse zu Rückständen in Obst und Gemüse. "Auch die Pflanzenschutz-Industrie hat kein Interesse daran, dass Überbleibsel ihrer Produkte die Menschen krank machen", erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar (IVA), in Frankfurt am Main. Er versichert, dass die Hersteller Mittel und Verfahren entwickelt hätten, die so wenige Rückstände wie möglich hinterlassen. Verbraucher könnten unbesorgt das breite Obst- und Gemüseangebot genießen, betont Koch-Achelpöhler. Er räumt jedoch ein, dass Rückstände in vielen Fällen nicht völlig vermeidbar seien. "Entscheidend ist aber die Menge", erklärt der IVA-Mann. "Wenn Greenpeace bei seinen Tests mehr Rückstände findet als in den Vorjahren, dann hängt das mit den besseren Analysemethoden zusammen", so Koch-Achelpöhler und ergänzt: "Die winzigen Spuren, die sie nachweisen, sind gesundheitlich kein Problem."

Für "einigermaßen fragwürdig" hält es der IVA, wenn Greenpeace von der bisher "größten unabhängigen Untersuchung von Obst und Gemüse" spreche. Den knapp 600 Proben der Umweltorganisation stehe etwa das Zehnfache an Kontrollen der amtlichen Stellen und das Hundertfache an Untersuchungen durch die Wirtschaft gegenüber, relativiert Koch-Achelpöhler. (ED)

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