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Der Staat zieht sich zwar aus der klassischen Agrarmarktpolitik zurück, er verstärkt aber offensichtlich seine Interventionstätigkeit im Agrarbereich in der Umwelt-, der Qualitäts- und der Energiepolitik. Landwirte sollten bei ihren Planungen Politikrisiken in Rechnung stellen. sagte Prof. Dr. P. Michael Schmitz, Institut für Agrarpolitik und Marktforschung der Justus-Liebig-Universität und Institut für Agribusiness, Gießen, heute auf der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal. Landwirte müssten offen sein für neue Entwicklungen und Betriebszweige. Die Einrichtung neuer Betriebszweige sollte kein Tabu sein, aber auch sorgfältig geprüft und vorbereitet werden. Gute Aussichten gebe es allerdings auch in den klassischen Betriebszweigen.

Die langfristigen Fundamentalfaktoren von Angebot und Nachfrage deuteten auf eine eher positive Entwicklung der Agrarmärkte hin. Ein starker Importsog vom asiatischen und osteuropäischen Raum sowie vom Mittleren Osten lasse die Preise für Ackerfrüchte, Milch- und Fleischprodukte ebenso steigen wie die zunehmende Konkurrenz durch den Flächenbedarf nachwachsender Rohstoffe. (dg)

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