Staat will sich bei Saatgut zurückziehen


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Die Bundesregierung tritt dafür ein, die amtliche Saatgutanerkennung abzuschaffen. Friedel Cramer vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) begründete heute auf dem Saatguthandelstag auf Burg Warberg die Initiative mit Bürokratieabbau und einem Rückzug des Staates aus Aufgaben, für die keine Notwendigkeit mehr bestünden. Den Sortenschutz wolle die Bundesregierung dagegen erhalten, betonte Cramer. Er kündigte gleichzeitig Änderungen des geltenden Rechts für die Erhebung von Nachbaugebühren an. Wenig Begeisterung für eine Abschaffung der Anerkennung zeigten Vertreter der Saatgutwirtschaft. Sie fürchten eine geringere Saatgutqualität und mehr Nachbau. Eine Neuregelung zum Nachbau wurde dagegen einhellig begrüßt. (db)
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