Die EU-Preise für Schlachtschweine zeigen nur wenig Bewegung. Die Tendenzen sind jedoch nicht mehr so einheitlich wie in den vergangenen Wochen. Einen Preisanstieg um umgerechnet 3 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) gab es zuletzt in Dänemark, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. Hier würden die Exportgeschäfte gut laufen, insbesondere auf den Drittlandsmärkten. Eine leichte Kurskorrektur um 1 Cent/kg SG müssten die Erzeuger dagegen in den Niederlanden und Belgien hinnehmen. Hier klagen Schlachtunternehmen laut ISN zunehmend über die schwierigen Fleischgeschäfte. Mit einem Preisrückgang von umgerechnet 3 Cent/kg SG bleibt Frankreich den Angaben zufolge weiterhin „das Sorgenkind" der vergangenen Wochen. Durch die verkürzte Schlachtwoche sowie das verregnete Wetter fehle in Frankreich derzeit der Optimismus auf kurzfristig steigende Notierungen.

Trotz der verkürzten Schlachtwoche durch den Maifeiertag werden die Schweine von den Schlachtunternehmen zügig nachgefragt, beschreibt die ISN die Tendenz für den hiesigen Markt. Angebotsüberhänge würden nicht auftreten, die Grillgeschäfte liefen am vergangenen Wochenende und zum 1. Mai überall „auf Hochtouren". Die weitere Entwicklung der Preise dürfte daher "mindestens stabil" sein. (az)
stats