BASF-Bilanz

Stabiles Agrargeschäft

Gesamtjahr 2015
  • Umsatz 70,4 Mrd. € (minus 5 Prozent)
  • EBIT vor Sondereinflüssen 6,7 Mrd. € (minus 8 Prozent)
  • EBIT 6,2 Mrd. € (minus 18 Prozent)
  • Höheres Ergebnis im Chemiegeschäft; Oil & Gas deutlich unter Vorjahr
  • Ergebnis je Aktie 4,34 € (minus 23 Prozent);
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 5,00 € (minus 8 Prozent)
  • Operativer Cashflow mit 9,4 Mrd. € auf Rekordniveau (plus 36 Prozent)
  • Eigenkapitalquote: 44,5 Prozent (39,5 Prozent)
  • Dividendenvorschlag von 2,90 € für Geschäftsjahr 2015
Im Segment Agricultural Solutions stieg der Umsatz der BASF im 4. Quartal preis- und mengenbedingt um 5 Prozent auf 1,2 Mrd. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 21 Mio. € auf 144 Mio. €, insbesondere aufgrund des guten Herbizid-Geschäfts in Nordamerika. Mit 5,8 Mrd. € übertraf der Umsatz im Gesamtjahr vor allem auf Grund höherer Verkaufspreise den Wert des Jahres 2014 um 7 Prozent, teilte der Konzern heute auf seiner Bilanzpressekonferenz in Ludwigshafen mit. Das weltweit niedrige Preisniveau für Agrarprodukte habe zu einer gedämpften Nachfrage nach Pflanzenschutzprodukten geführt. Besonders in Schwellenländern belastete das volatile Umfeld und Abwertungen der lokalen Währungen das Geschäft. Das EBIT vor Sondereinflüssen erreichte im Agrar-Bereich mit 1,1 Mrd. € nahezu den Wert des Vorjahres (minus 2 Prozent).

Im gesamten Konzern verringerte sich 2015 der Umsatz um 5 Prozent auf 70,4 Mrd. €. Die Verkaufspreise seien in nahezu allen Bereichen (minus 9 Prozent) gesunken und maßgeblich von den stark gesunkenen Rohstoffpreisen beeinflusst gewesen, hieß es in Ludwigshafen. Der Absatz nahm 2015 insgesamt leicht zu (plus 3 Prozent), vor allem infolge höherer Mengen bei Oil & Gas. Im Chemiegeschäft – es umfasst die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions – lagen die Mengen fast auf Vorjahresniveau. Währungseffekte beeinflussten den Umsatz in allen Segmenten positiv (plus 6 Prozent). Der Tausch von Vermögenswerten mit Gazprom minderte den Umsatz (Portfoliomaßnahmen: minus 5 Prozent).

Ausblick 2016
  • Deutlicher Umsatzrückgang wegen Devestition des Gashandelsgeschäfts
  • EBIT vor Sondereinflüssen leicht unter Vorjahresniveau erwartet, auf Basis eines Ölpreises von durchschnittlich 40 US$ je Barrel

Ausblick für das Jahr 2016

„Die Risiken für die Weltwirtschaft steigen weiter. Dennoch wollen wir den Absatz in allen Segmenten steigern", sagte Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE. Insbesondere infolge  von Umstrukturierungen des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts werde der Umsatz der BASF-Gruppe jedoch deutlich sinken. Bock erwartet ein EBIT vor Sondereinflüssen, das leicht unter dem Wert von 2015 liegt. Dies sei aber von der Entwicklung des Ölpreises abhängig. Das Unternehmen rechnet mit einem deutlichen Ergebnisrückgang bei Oil & Gas. Bei Chemicals werde BASF an die guten Ergebnisse der ersten drei Quartale 2015 nicht anschließen können und rechnet mit einem deutlich niedrigeren Beitrag. In den übrigen drei Segmenten will BASF das Ergebnis dagegen leicht steigern. (SB)
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