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"Der Ökolandbau in Schleswig-Holstein muss aus seinem Schattendasein heraus geführt werden. Nur mit vereinten Kräften können wir eine Offensive für die ökologische Landwirtschaft starten", sagte der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Rüdiger v. Plüskow, am Freitag in Kiel. 1996 wirtschafteten insgesamt 285 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 15.400 Hektar nach den anerkannten Regeln für ökologische Landwirtschaft. Heute seien dies 312 Betriebe mit rund 16.780 Hektar Anbaufläche, das entspreche rund 1,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. Diese Stagnation müsse überwunden werden.
Nicht die Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln oder die staatliche Förderung seien die begrenzenden Faktoren für die Marktentwicklung, sondern die unzureichenden Anpassung des Angebots an die Verbraucherwünsche und -bedürfnisse. Die Probleme seien zum guten Teil hausgemacht. Staatssekretär v. Plüskow: "Der schnellen Expansion bei der Produktion und Vermarktung ökolotisch erzeugter Produkte stehe unter anderem die große Zahl von Einzelverbänden mit eigenen Warenzeichen entgegen. Die Verbände müssen ihre egoistischen Scheuklappen ablegen und gemeinsam am Markt agieren." Wenn das nicht gelänge, sehe er die Gefahr, dass der Markt Erzeugern aus anderen Ländern überlassen werde. (ED)
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