Neue Ställe sollen in Nordrhein-Westfalen im Dialog mit der Öffentlichkeit geplant werden. Investitionswillige Landwirte und Kommunen wollen sich frühzeitig austauschen.

Konflikte um geplante Stallbauten für Rinder, Schweine und Geflügel sollen in Nordrhein-Westfalen künftig vermieden werden. Dieses Ziel verfolgt eine Vereinbarung, die zwischen landwirtschaftlichen und kommunalen Organisationen unterzeichnet wurde, berichtet der Landkreistag Nordrhein-Westfalen als einer der Mitunterzeichner. Auf Seiten der Landwirtschaft sind an der Rahmenvereinbarung der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) sowie die Landwirtschaftskammer NRW beteiligt.

Ziel der Vereinbarung sei es, die Entwicklungsperspektiven für Betriebe mit Tierhaltung zu erhalten. Gleichzeitig sollen die Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse in den Kommunen stärker beachtet werden. 

Die Rahmenvereinbarung sei als Angebot an alle Beteiligten zu verstehen und soll getragen sein vom Geist des respektvollen Umgangs miteinander, habe der WLV-Präsident Johannes Röring bei der Unterzeichnung in Münster gesagt. Sie definiere keine neuen einklagbaren Rechtsansprüche. Vielemehr solle mit der Rahmenvereinbarung erreicht werden, dass sich Gerichte und Rechtsanwälte erst gar nicht mit den Stallbauvorhaben befassen müssten. (jst) 
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