Vogelgrippe

Stallpflicht in Niedersachsen soll entfallen


Auch in Niedersachsen zeichnet sich eine Entspannung für Halter von Freilandlegehennen ab. Mit einem Runderlass bittet das Agrarministerium in Hannover die für das Ende der Stallpflicht zuständigen Landkreise, diese Maßnahme möglichst kurzfristig umzusetzen. Für diesen Schritt äußert der Vorsitzende der Niedersächsichen Geflügelwirtschaft (NGW), Friedrich-Otto Ripke, ausdrücklichen Dank an Agrarminister Christian Meyer. Denn sollte die Pflicht zur Stallhaltung weiterbestehen, würde dies für viele Legehennenhalter gravierende wirtschaftliche Nachteile zur Folge haben. Bei einer wegen der Vogelgrippe verhängten Aufstallpflicht über mehr als 12 Wochen müssten die bisherigen Freilandeier zu deutlich geringeren Preisen als Bodenhaltungseier gekennzeichnet und vermarktet werden.

In den Niederlanden mit exakt den gleichen Risikobedingungen wie in Niedersachsen habe die Regierung die Aufstallpflicht bereits zum 8. Februar 2015 aufgehoben, so die NGW. Ein ähnliches Vorgehen habe Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Dies könnte für Erzeuger in Niedersachsen erhebliche Nachteile für ihre Wettbewerbsposition zur Folge, da sie langfristig als Lieferant von Freilandeiern ausgelistet würden. 

"Nun kommt es darauf an, dass die zuständigen Landkreise den Runderlass noch in dieser Woche umsetzen und unsere Freilandlegehennen ihren Auslauf umgehend bekommen", betont Ripke. Von seiten der Wirtschaft werde alles unternommen um ein eventuell erneutes Ausbruchsrisiko so gering wie möglich zu halten. Auch fordert der NGW-Vorsitzende eine grenzüberschreitende behördliche Aufarbeitung der jüngsten Geschehnisse um die Vogelgrippe. Die Krankheit sei ein weltweites Problem und mache vor Staatsgrenzen nicht halt. (jst)
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