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Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Eschborn, wollen gemeinsam Öko- und Sozialstandards für die Produktion von Pflanzenölen weiterentwickeln. Mittelfristig soll dadurch der Aufbau eines internationalen Zertifizierungssystems unterstützt werden, das es bislang noch nicht gibt. Die Kriterien für die Standards formuliert GTZ-Bioenergieexpertin Daniela May so: "Die Ökobilanzen müssen positiv sein, der Anbau gemäß international anerkannter Sozialstandards geschehen und die Nahrungsmittelproduktion darf nicht negativ beeinflusst werden." Die gemeinsam von der GTZ und den Stadtwerken erarbeiteten Nachhaltigkeitsstandards sollen dann bei Herstellern von Pflanzenölen in Afrika, Asien und Lateinamerika angewendet und auf Praxistauglichkeit geprüft werden.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall nutzen bereits Pflanzenöl, um in ihrem Blockheizkraftwerk umweltfreundlich Strom und Energie zu produzieren. Es sollen nur Pflanzenöle verwendet werden, die umweltverträglich hergestellt sind, erklärt Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke, den Anspruch des Unternehmens. Die GTZ, die sich im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums mit nachhaltiger Biomassenutzung befasst, habe viel Erfahrung mit Zertifizierungen, begründet van Bergen die Wahl des Kooperationspartners. (ED)

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