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Washington/Ps, 10. Januar - Die Schätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) vom 10. Januar 1997 zu Angebot, Nachfrage und Beständen im Sojakomplex hat sofort nach Bekanntwerden der Zahlen starke Preiserhöhungen ausgelöst. Die Chicagoer Börse notierte sowohl beim Sojaöl als auch beim Sojaschrot mit einem Limit up, also dem Maximum des zulässigen Preisanstiegs an einem Tag. Als Grund wurden die höheren Exportzahlen an Sojaprodukten bei gleichzeitig niedriger Ernte von 64,8 Mio.t Sojabohnen (Vormonatschätzung 65,4 Mio.t, Vorjahr 59,3 Mio.t) für das laufende Wirtschaftsjahr 1996/97 genannt. Deshalb werden die Endbestände auf nur 4,2 Mio.t (Vormonatsschätzung 4,9 Mio.t, Vorjahr 5,0 Mio.t) stark fallen. An den europäischen Märkten haben sich die Sojaschrotpreise auf 47,- DM/dt frei LKW ab Hamburg erhöht. Die Notierungen für Rapssaaten sind nach einem lebhaften Handel am Rotterdamer Ölmarkt um mehr als 1,- DM/dt auf 47,- DM/dt franko Hamburg sprunghaft angestiegen.
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