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Angesichts des hohen Preisniveaus hat das Getreideamt Onic die Perspektiven für den Absatz von französischem Weichweizen nach unten korrigiert. Die Onic rechnet jetzt damit, dass die Lieferungen von Weichweizen in die EU mit voraussichtlich 8,4 Mio. t um 300.000 t niedriger ausfallen werden, als vor einem Monat angenommen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die Erwartungen für die Lieferungen in Drittländer wurden um 100.000 t auf 3,4 Mio. t zurückgenommen. Der feste Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar habe die Wettbewerbsfähigkeit von französischem Weichweizen gegenüber der amerikanischen Ware verringert, stellt das Getreideamt fest. Das gilt auf Drittlandsmärkten, aber auch auf dem EU-Markt, wo französischer Weizen mit Einfuhren von amerikanischem Weichweizen und von brasilianischem Mais konkurriert.

Die Onic fordert die EU-Kommission auf, die Vermarktung der Interventionsbestände von Roggen in Deutschland zu erleichtern. Onic-Präsident Christian Lapointe bezeichnete es als "absurd, wenn es zum Ende der Kampagne noch Interventionslager bei Roggen gäbe". Lapointe ist der Meinung, dass eine Transporthilfe von 10 EUR/t für den Absatz des Roggens ausreichen würde. Diese Kosten seien nicht hoch, verglichen mit Exporterstattungen von bis zu 100 EUR/t, die noch im vorangegangenen Wirtschaftsjahr für Roggenexporte aus der Intervention gezahlt worden waren. (JF)

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